Das Deutsche Barbecue - Grillen

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In den Kopfen der Deutschen ist das typische BBQ, wie die Amerikaner es sehen als eine Besonderheit gesehen. Das Smoken wie man es hier nennt dauert vielen Deutschen entweder zu lange, oder das Grillgerät ist ihnen einfach zu teuer. So kommt es, dass vielen Deutschen diese typisch Amerikanische Art des Grillens vollkommen Fremd ist. Der typisch Deutsche sieht sich im Sommer alleine, mit seiner Familie oder mit ein paar Freunden gemütlich bei sich zu Hause im Garten vor einem Holzkohlegrill. Das Grillen mit dem Holzkohlegrill macht besonders viel Spaß mit Freunden. Im Allgemeinen legen die Deutschen dabei gar nicht mal so viel Wert auf das Grillwerkzeug. Ob Schwenkgrill, Kugelgrill oder einfach nur Kasten mit Rost zum Grillen. Wenn man durch Deutschland reisen würde auf der Suche nach verschiedenen Grillarten, so würde man binnen kürzester Zeit die verschiedensten Versionen zu Gesicht bekommen. Doch im Vergleich zu den großen Amerikanern oder anderen großen BBQ-Ländern, wirken die kleinen Deutschen Grills sehr mickrig. Die wenigsten Deutschen haben Grills die groß genug wären um für eine ausgewachsene Grillparty platz zu bieten. Denn für die Deutschen ist das Grillen etwas Beschauliches und Gemütliches. Deutsche grillen demnach auch (außer bei großeren von diversen Vereinen geplanten Festen) so gut wie nie großere bis Großes Grillgut.
Fleisch
Was für die breite Masse: Statistisch gesehen verzehrt jeder Deutsche knapp 60 Kilo des zarten, saftigen Guts. Daher wissen auch die wenigstens nicht wie man Fleisch im groben zubereitet. Selbst Vegetarier wissen nur zu oft wie es geht. Vegetarische Mütter bereiten ihren Kindern, ihrem Mann oder diversen Gästen immer mal wieder eine kleine Fleisch Leckerei zu und selbst diese, die kein Fleisch zubereiten müssen sehen es schließlich oft genug. Man kann eigentlich sagen: Schwer ist es nicht. Doch wenn man Grillen mochte, dann sollte man doch die eine oder andere Besonderheit zur Kenntnis nehmen damit das leckere Vergnügen auch mit absoluter Sicherheit lecker ist. In der Regel gilt: Schon beim Einkauf ist ein besonderer Blick auf die Qualität vom Fleisch zu werfen. Denn Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Selbst teuere, jedoch fertig eingepackte und zu geschweißte Steaks sind oft von minderer Qualität. Weniger gutes Fleisch erkennt man später daran, dass es beim erhitzen sehr schrumpft. Es verliert sehr viel Saft und wird anstatt lecker und saftig, sehr trocken und für die meisten Menschen ungenießbar. Fleisch sollte immer moglichst frisch und kurz vor der Zubereitung gekauft werden. Nach dem Kauf kann man es dann im Kühlschrank lagern. Wenn man das Fleisch dann grillt, sollte man in keinem Fall eine Grillgabel benutzen! Denn sonst ist alle noch so gute Qualität des Grillguts im Eimer. Die Gabel macht große Locher in das Fleisch und der leckere Saft tritt ungehindert heraus. Besser ist man mit einem Wender oder einer Grillzange beraten. Diese verletzen das Fleisch nicht und konnen somit auch nichts an der Qualität rütteln. Nebst Fleisch mit minderer Qualität sollte man weiterhin darauf achten, dass Beispielsweise gepokeltes Gut keinesfalls Grillgut ist. Das zum pokeln benotigte Salz kann beim Grillen gefährliche, krebserregende Nitrosamine entwickeln. Beim würzen wird einem im Grunde dann freie Hand gelassen. Der Grundsatz hier: Hauptsache es schmeckt (falls Grillgäste anwesend sind sollte man natürlich darauf achten das es nicht nur einem selber schmecken kann sondern auch für andere Personen geeignet ist). Das anspruchsvollste beim Zubereiten von Fleisch ist dann das Garen. Es sollte durchgegart sein aber immer noch seinen Saft enthalten. Das auf den Punkt bringen des Grillguts besteht zu einem großen Teil aus Erfahrung, doch auch mit bestimmten Tricks lässt sich der ungefähre Garzustand des Guts erkennen.
Rindfleisch

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Rindfleisch ist zwar nicht unbedingt die kostengünstigste Art von Grillgut, dennoch gehort es zu den beliebtesten Fleischvarianten hierzulande. Jeder Deutsche ist im Durchschnitt knappe 9 Kilo des edlen Guts. Diese vergleichsweise kleine Zahl lässt sich über den Preis erklären. Das Fleisch eines Rindes ist knapp doppelt bis dreifach so teuer wie das von Schweinen. Gegrillt werden kann im Grunde jede Sorte von Rindfleischstücken die man auch in der Pfanne braten konnte. Ob das Fleisch gar ist oder nicht, kann man leicht mit dem Daumen nachprüfen. Man drückt sanft mit dem (vorher natürlich gereinigten) Daumen auf die dickste Stelle im Fleisch. Wenn es sehr leicht nachgibt ist es innen noch blutig. Je mehr Widerstand es leistet, desto weniger Blut ist übrig. Wenn es allerdings fast gar nicht nachgibt, ist man lange über den Garpunkt hinweg. Das Fleisch ist ausgetrocknet.
Kalbsfleisch
Kalbsfleisch ist im Grunde Rindfleisch. Allerdings das Fleisch von 3 Monate alten Rindern. Dieses ist besonders als Kalbsrücken beliebt und muss unbedingt mit einer Ölmarinade bearbeitet werden bevor es gegrillt wird. Es ist ganz besonders Fettarm und würde sonst auf dem Rost festpappen.
Schweinefleisch
Schweinefleisch ist das am zahlreichsten vorhandene Fleisch hierzulande. Die großen, fettigeren Sorten sind Holzfällersteaks, dicke Rippen oder Schweinebauch. Dieses gilt als besonders gutes Fleisch. Denn Schweinefleisch darf ruhig ein wenig mit Fett durchzogen sein. Das Fett verhindert übermäßiges austreten von Saft und dient zusätzlich als einwandfreier Geschmacksträger. Auch vom Preis her ist Schweinefleisch für den durchschnittlichen Deutschen ein Genuss. Knappe 2€ pro Kilogramm kostet das mit knappen 40 Kilo verzehr pro Jahr beliebteste Fleisch der Deutschen. Es ist auch zu Recht für den Alltäglichen gebraucht sehr gut geeignet. Da es im Gegensatz zu anderen Fleischsorten weniger Eigengeschmack hat. Kann man passt es sich sehr gut den verschiedensten Gewürzen und Gewürzmischungen an.
Ebenfalls sehr beliebt bei den Deutschen als Fleischvariation: Bratwürste
Die meisten Deutschen sind sich bei Bratwürsten jedoch einig: Zu einer guten klassischen Wurst oder Currywurst, gehort guter Kartoffelsalat und gutes Bier. Dabei wird im Grunde nur selten zwischen verschiedenen Sorten von Würsten unterschieden. Die bekanntesten Sorten sind jedoch die Thüringer oder die Nürnberger Rostbratwürste. Diese bestehen in der Regel aus Schweinefleisch und besitzen eine sanfte Majoran Note. Die Nürnberger Rostbratwürste werden dazu auch noch ausnahmslos in Schafsdarm serviert.
Das tolle an Würstchen: Sie sind sehr einfach zuzubereiten. Egal ob Gewürzwürstchen, dezente Würstchen, kleine oder große Würstchen, diese Speise ist immer sehr einfach zuzubereiten. Denn Nachdem sie auf den Grill gelegt wurde bestimmt im Grunde nur ihre Farbe den Garzustand. Wenn die Wurst auf beiden Seiten deutliche Spuren von dem Grillrost aufweisen, sind sie fertig. Es soll bei besonders kalten Tagen jedoch auch schon passiert sein, dass bei diversen Grills Würstchen schon dunkelbraun waren, jedoch innen immer noch kalt. In solchen Fällen sollte man also immer einen Deckel für sich besser verteilende Hitze parat haben.
Gemüse

Go Anywhere
Wenn man Gemüse grillt dann gilt in der Regel alles ist erlaubt. Gemüse ist oftmals nur sehr Hitzeempfindlich. Deshalb sollte man moglichst genau die Temperatur mit der man es grillt bestimmen konnen.
Als das klassische Grillgemüse gilt die Kartoffel. Moglichst jung wird sie ins kochende Wasser gelegt bis sie beinahe Gar ist. Danach legt man sie auf den Grill und rostet sie bis sie die gewünschte Bräunung hat. Wenn die Kartoffeln fertig sind werden sie mit Butter und Salz serviert. Farbe auf den Grill bekommt man leicht mit Gemüsespießen auf welchen man seiner Kreativität einfach freien Lauf lassen kann. Auf einem Grill altbekannt sind marinierte Zucchini mit Zwiebeln und Paprika. Diese Variante lässt sich natürlich auch beliebig mit weiteren leckeren Gemüsearten erweitern, sodass die Spieße dem eigenen Geschmack entsprechen. Die einen Gemüsearten werden beim erhitzen weicher, die anderen werden schon knusprig und bräunlich. Kombiniert man verschiedenste Sorten, so erhält man nur allzu oft ein überraschend leckeres Geschmackserlebnis.
Gemüse ist wunderbar für Kreativkopfe. Mit ihm lassen sich sehr viele tolle Gerichte zaubern, welche ganz sicher nicht nur Vegetariern schmecken odern auch Menschen die abnehmen wollen. Also auch für all diejenigen, die sich mit ihren Gedanken allzu sehr auf Fleisch versteifen: Probieren geht über studieren. Gemüse ist im Zusammenhang mit Grillen auf gar keinen Fall ein Tabuwort. Im Gegenteil. Wenn man eine Grillparty veranstaltet, so wird es nicht nur in seltenen Fällen äußerst gerne gesehen und wird von den Gästen mit einem Geschenk zur Grillparty belohnt.
Fisch
Gegrillter Fisch ist eine Speise, die manch einer nur aus dem Ausland kennt. Man reist an einen Urlaubsort mit langem und großem Strand und geht abends gemütlich in ein Restaurant um den lecker zubereiteten Fisch zu essen für den es berühmt ist. Auch zu Hause kann man diesen Urlaubsfisch relativ einfach nachbereiten. Fisch zu grillen ist zwar in der Vorbereitung etwas komplizierter als Fleisch, doch ist er leichter und bei heißem Sommerwetter besser bekommlich. Grade deswegen auch sollte man moglichst keine fetten Saucen zu dem Fisch geben, damit grade diese Eigenschaft am besten zum tragen kommt.
Das würzen des Fisches ist mit normalem Salz und Pfeffer alleine nicht getan. Frische Gewürze sind das a und o um den Fisch auf das Grillen vorzubereiten. Dabei kann man im Grunde alle Gewürze aus dem Mittelmeerraum sowie Ingwer, Knoblauch oder ähnliche Gewürze benutzen. Diese kann man auch ganz nach dem eigenen Geschmack mischen oder in einer leckeren Marinade einbauen. Beim würzen sollte man nach Moglichkeit nicht den zarten Eigengeschmack des Fisches überwürzen. Denn gerade dieser macht ihn schließlich zu etwas Besonderem.
Doch bevor man mit dem würzen des Grillguts beginnen kann muss man immer noch den Fisch einkaufen. Sehr gut geeignet zum Grillen sind dabei alle schon festen Fischarten. Dorsch und Barscharten sind ebenso gerne gesehen, genauso wie Plattfische wie zum Beispiel Thunfisch, Scholle, Heilbutt oder auch typisch: Die Forelle. Nicht geeignet sind auch diese Fische allerdings wenn man sie vorher geräuchert hat. Rotauge und Hecht sind zwar grillbare Fischarten, doch enthalten sie besonders viele kleine Gräten die den Essgenuss mit ziemlicher Sicherheit mindern.
Beim Kauf des Fisches sollte man sich allerdings nicht zu sehr auf eine bestimmte Art versteifen. Denn nur frischer Fisch sollte auf den Grill kommen. Die Zeichen eines frischen Fisches sind sehr einfach zu deuten. Im Gegensatz zum Fisch welcher nicht mehr gut ist, hat ein frischer Fisch sehr klare glänzende Augen und kräftig rosa gefärbte, eng anliegende Kiemen. Er stromt nicht den typischen Fischgeruch aus, sondern hat einen angenehmen Geruch nach Meerwasser. Das was nun kommt kann auch schon der Fischhändler erledigen. Der Fisch muss ausgenommen werden, das heißt: Seine Innereien müssen vollständig aus dem Bauchraum entfernt werden. Danach sollten die Flossenpartien weggeschnitten werden. Der Schwanz muss ein wenig gekürzt werden. Diese entfernten Teile konnen sehr leicht anbrennen und sollten nur deshalb vor dem grillen abgetrennt werden.
Wenn der ganze Fisch auf den Grill kommen soll, so muss man ihn nun nur noch von Schwanz bis Kopf entschuppen (am besten mit der Rückseite eines Messers). Dick Messer bietet auch spezielle Klingenformen an, die besonders gut zum entschuppen geeignet sind. Auch diese Arbeit nehmen einem im Grunde alle Fischhändler ab. Als letzter Schritt muss der Fisch um den Geschmack zu intensivieren mit Zitrone beträufelt und von allen Seiten gesalzen werden. Beim würzen sollte man (falls man dann überhaupt Salz benutzen will) sehr Vorsichtig mit dem Salz umgehen.
Auf dem Grill ist der Garzustand des Fisches mit 2 leichten Tricks sehr eindeutig zu erkennen. Entweder man sticht mit der Messerspitze an einer dicken Stelle des Fischs bis zur Mitte und zieht es wieder heraus. Man kann nun an der Temperatur der Messerspitze den Garzustand erkennen. Ist sie heiß, ist der Fisch gar. Sonst muss man eben noch ein Weilchen warten. Eine weitere einwandfreie Methode ist die, die Rückenflosse des Fisches beim grillen dranzulassen. Zieht man leicht an ihr, so sollte sie sich einfach herausziehen lassen falls der Fisch gut ist. Wer ganz sicher gehen will, dass dem Grillgut nichts passiert kann einfach Aluschalen benutzen.
Beliebte Hobbys
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